Geschrieben von Max Schlenker

Feldpost hört sich spannend an - ist in der Regel aber ziemlich belanglos. Wer Nachrichten über tobende Schlachten und den Frontverlauf erwartet, der wird enttäuscht. Die Feldpost unterliegt einer strengen Zensur, die unter den Soldaten bekannt ist. Und so schreiben die Soldaten eben eher über Belanglosigkeiten, wie das Essen, die Landschaft oder das Wetter. Dennoch hat es in den letzten Kriegsmonaten Feldpost nach Adelhausen geschafft, die dann doch den ein oder anderen interessanten Aspekt offenbart.

Geschrieben von Max Schlenker nach Aufzeichnungen von Adolf Kähny

Eine kleine Geschichte Adelhausens (Teil 6)

1852 ist die Stimmung in Adelhausen gedrückt. Einige Beamte vom Bezirksamt Schopfheim hatten den Ort besucht, ihn einer strengen Prüfung unterzogen - und eine lange Mängelliste dagelassen, die nun abgearbeitet werden muss. So entsprächen die Hauptstraßen nicht der Normbreite, die Jugend würde nur unregelmäßig die Schule besuchen, die Bauern nicht sinnvoll Düngen und ihre Felder bestellen und sämtliche Gemeindemitarbeiter und Ortspolizisten wären faul und würden ihren Dienst nicht richtig erfüllen.

Die Situation ist typisch für die Gesamtlage in Deutschland. Mit dafür verantwortlich sind die politischen Ereignisse. Und sie werden das Gefüge auch in den nächsten Jahren weiter durcheinanderwirbeln. 

Geschrieben von Daniel Kähny

Das Jahr 2021 war für manche Regionen in Deutschland ein katastrophales Jahr, was Unwetter betrifft. Auch den Hagenbacher Hof hatte es getroffen. Bei einer Recherche im badischen Beobachter bin ich auf einen Artikel vom 26. Juni 1930 gestossen. Neben einem traurigen Unfall in Obereichsel wird ausführlich über ein Unwetter berichtet. Ein schweres Hagelgewitter tobte um 15.30 Uhr über den Gemarkungen Adelhausen, Eichsel und Oberminseln. Hagelkörner in Walnussgröße prasselten 15 Minuten lang über dem Gebiet nieder. Die Wirtschaftskrise traf die Menschen schon heftig und nun wurde die Ernte noch fast vollständig vernichtet. Sicher auch ein Grund warum das Feuerwehrjubiläum verschoben wurde.

Geschrieben von Adolf Kähny im Rahmen der 750 Jahrfeier von Adelhausen; bearbeitet und ergänzt von Max Schlenker und Daniel Kähny

Update: 25.8.2021 von Daniel Kähny (Daten und Bittbrief)

Unter Kaiserin Maria Theresia von Österreich (1717-1780) wurde die allgemeine Schulpflicht eingeführt. Ob etwa um 1770 in Adelhausen schon eine Schule bestanden hat, ist nicht belegt. In den Unterlagen im Pfarrarchiv Eichsel ist vor 1800 nur von einem Lehrer „Liesenfeld“ in Eichsel die Rede, der vom Kirchenfond in Eichsel entlohnt wurde. Es ist daher anzunehmen, dass die Adelhauser Schulkinder in Eichsel die Schule besucht haben.

Geschrieben von Max Schlenker

Im September 1848 kommt es im "Adler" zu einer wilden Prügelei. Soweit ist das nichts Ungewöhnliches im Adelhausener Wirtshaus, in dem gerne einmal zu viel getrunken wird. Doch dieses Mal geht es um die Verteidigung politischer Ansichten - und Bürgermeister Jakob Hohler mischt dabei handgreiflich mit.

Geschrieben von Daniel Kähny

Ende des 19. Jahrhunderts zog die Fotografie immer mehr Menschen in den Bann. Wer es sich leisten konnte fertigte Familienfotos oder Portraits an, die dann die Wände schmückten. In diesem Artikel stelle ich ein paar Fotos vor, die auf der "Büni" lagerten. So gibt es heute den Kähny-Motsch-Baumgartner Stammbaum als Bilderbuch. Von der Seite meiner Urgroßmutter Rosina Baumgartner geb. Hohler konnte ich leider nichts finden.

Wer noch Bilder aus der Zeit bis zum 2. Weltkrieg hat und sie mir zur Reprozwecken zur Verfügung stellen möchte, soll sich einfach melden. Alles was mit unserer Familie, Adelhausen oder Umgebung zu tun hat ist interessant.

Dieses älteste Familienbild in meinem Besitz stammt aus dem Jahre 1894. Es zeigt die Familie Heinrich Kähny. Stehend: v.l.n.r Frieda, Eduard, Rudolf, Emilie; Sitzend v.l.n.r: Hermine, Friederike, Wilhelmine, Heinrich (senior), Heinrich (junior)