Geschrieben von Daniel Kähny (Update 06.06.2021: neue Karte)

Beim Aufräumen des Speichers fiel uns ein Bildband von Clemens Fabrizio in die Hände. Er heißt „Links und rechts der Wiese“ und ist zum 125-jährigen Jubiläum des Druck- und Papierhauses Uehlin in Schopfheim erschienen. Er zeigt und beschreibt Ansichtskarten von ANNO DAZUMAL. Obwohl auf dem Einband auch Adelhausen eingezeichnet ist, fand ich leider keine Ansichtskarte von Adelhausen im Buch. Beim Durchschauen unserer "Schatzkisten" haben wir aber auch eine Karte von Max Gönner von 1909 gefunden. Weitere Recherchen haben immerhin einige weitere Exemplare von Adelhausen zu Tage gebracht und es gibt sicher noch mehr.

Postkarte von 1910 nach einem Gemälde von Max Gönner

Nach viel Vorbereitung geht die Webseite mit "Geschichten aus Adelhausen" heute (15.5.2021) ans Netz. Wenn ihr etwas mehr über die Verfasser und die Motivation, die zur Erstellung der Seite geführt hat, wissen möchtet, seht doch im Punkt "Über uns" nach. Anregungen, Ergänzungen oder Korrekturen sind jederzeit willkommen. Schreibt an den Webmaster. Die Kommentarfunktion wird freigeschaltet, wenn wir die rechtlichen Konsequenzen dieser geprüft haben.

Viel Spaß beim Lesen

Daniel Kähny


 

Geschrieben von Max Schlenker nach Aufzeichnungen von Adolf Kähny

Eine kleine Geschichte Adelhausens (Teil 2)

Als der neue römisch-deutsche König Rudolf von Habsburg in Rheinfelden einzieht, sind die Bewohner nervös: Für die Rheinfeldener ist die Wahl des Habsburgers keineswegs glücklich. Schließlich hatten sie Jahre zuvor noch gemeinsam mit der Stadt Basel gegen den ehemaligen Grafen von Habsburg gekämpft. Doch sie haben Glück: Der neue König beweist gleich eine seiner wichtigsten Tugenden, zeigt Milde und verzeiht der Stadt. Doch wie kommt es soweit?

Geschrieben von Max Schlenker nach Aufzeichnungen von Adolf Kähny

Eine kleine Geschichte Adelhausens (Teil 1)

Der Romantiker kommt in der Gegend um Adelhausen zweifellos auf seine Kosten: In den Anhöhen rund um den Ort hat man bei schönem Wetter eine herrliche Rundsicht in den Schwarzwald, Hotzenwald, in die Vogesen und manchmal sogar bis in die Schweizer Alpenkette vom Säntis im Osten bis ins Berner Oberland im Westen. Doch unsere Gegend sah nicht immer so aus. Im Gegenteil: Unsere Vorfahren lebten hier in einem sumpfigen Moorgebiet, das sogar die Römer gemieden haben. Wir blicken zurück.

Geschrieben von Daniel Kähny

Meinen Opa Karl Friedrich Wilhelm Kähny kannte kaum jemand unter seinem richtigen Namen. Bekannt war er nur unter "Fritz", genauer: "Motsche Fritz". Warum das? Die Frage hat zwei Antworten. Er hatte mir einmal erzählt, dass es immer Verwechslungen mit Karl Friedrich Kähny gab. Daraufhin nannte man ihn irgendwann "Fritz". Aber warum Motsch? Das lag am Ort, dem Chaigelplatz, wo er aufgewachsen war. Wir werfen einen Blick zurück in die Familiengeschichte.

Geschrieben von Daniel Kähny

Wer heute in einem Verein aktiv ist, verfolgt nur selten politische Ziele im Vereinsleben: Fußball-, Karnevals- oder Kleintierzuchtvereine haben in der Regel keine politische Ausrichtung. Im 19. Jahrhundert sieht das noch ganz anders aus. Vereinsleben bedeutet Politik und so mancher Turnverein wurde damals gar verboten. 

Nach den deutschen Einigungskriegen mit dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 als Höhepunkt wird eine neue Vereinsform im gesamten Reich populär: der Krieger- oder Militärverein. Die meisten dieser Vereine bestehen aus alten Kameraden und sorgen sich um das Andenken der Gefallenen und widmen sich der Kriegsgräberfürsorge. Der Charakter dieser Vereine ist militaristisch und sie haben eine nationale Ausrichtung. Doch sie haben auch weitaus drastischere Ziele. Das wird besonders am Militärverein Adelhausen deutlich. Denn ihre 39 Gründungsmitglieder verpflichten sich, bei einer Mobilmachung sich sofort freiwillig zum Militär zu melden.